E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing für Anfänger - 5 effektive Schritte zum Erfolg (+ 10 Profi-Tipps)

13/04/2022

Oft werde ich gefragt: „Said, ist E-Mail-Marketing tot?“ 

Und diese Frage ist berechtigt. Es gibt unzählige Artikel im Internet, die diese Frage stellen:

 

Ist E-Mail Marketing tot?

Screenshot: Google-Suchergebnisse.

Aber: 347,3 Milliarden Mails sollen 2023 täglich versendet und empfangen werden (laut Statista). 

Die E-Mail ist also immer noch sehr beliebt! 

Ergibt ja auch Sinn – fast jeder nutzt sie. Und warum solltest du dein Online Marketing auf einer Plattform betreiben, die kaum jemand nutzt?

Genau deshalb ist es Zeit, einzusteigen! Schließe dich den knapp 87 % der Online Marketer an, die bereits E-Mail-Marketing nutzen (Content Marketing Institute).

Ich zeige dir in 5 einfachen Schritten, wie du als Anfänger mit dem E-Mail-Marketing beginnst.

Aber lass uns erst einmal mit den Basics starten:

  1. Was ist E-Mail-Marketing? 
  2. E-Mail-Marketing: 7 Vorteile
  3. Erfolgreiches E-Mail-Marketing in nur 5 Schritten
  4. 10 Tipps für E-Mail-Marketing Anfänger

Was ist E-Mail-Marketing?

E-Mail-Marketing ist das kommerzielle Versenden von E-Mails. Du schickst dabei die Mail an Empfänger, die sich freiwillig in deinen E-Mail-Verteiler eingetragen haben. Also deine Nachrichten erhalten möchten.

Double Opt-In-Verfahren

So ist der Verlauf, wenn sich jemand in deine E-Mail-Liste einträgt.

Eine erfolgreiche E-Mail-Marketing-Strategie ist der Schlüssel, um deine Interessenten in Kunden umzuwandeln. So verwandelst du einmalige Käufer in begeisterte Fans.

Stelle dir E-Mail-Marketing als „digitales Flyer-Verteilen“ vor. Es ist eine Form des Direktmarketings, da du deine Kontakte direkt ansprichst. 

Der Vorteil gegenüber analogen Flyern ist, dass du deine E-Mails personalisieren und die E-Mail-Kampagne im Anschluss analysieren kannst.

Das Beste ist jedoch, dass es sehr vielfältig ist. Du kannst verschiedene Ziele damit verfolgen, wie beispielsweise:

  • Deine Seitenbesuche erhöhen
  • Deine Verkäufe ankurbeln
  • Dir einen Status als Experte erarbeiten oder
  • Deine Kundenbeziehungen stärken.

Jetzt kennst du die Definition von E-Mail-Marketing. 

Weiter unten erkläre ich dir, wie du diese Ziele erreichst (Erfolgreiche E-Mail-Marketing-Kampagnen in nur 5 Schritten). Außerdem zeige ich dir, wie ich angefangen habe und wie ich heute E-Mail-Marketing nutze.

Aber warum solltest du es benutzen? 

E-Mail-Marketing: 7 Vorteile

E-Mail-Marketing ist eines meiner Steckenpferde: Ich kann es dir aus vollstem Herzen empfehlen und spreche aus Erfahrung. Meine Kontaktliste umfasst mittlerweile über 500.000  Kontakte.

Blick in Said Shiripours E-Mail-Liste.

Blick in Said Shiripours E-Mail-Liste.

Aber es hat auch bei mir gedauert, diese Liste aufzubauen: Gestartet bin ich mit nur 58 Kontakten. 

Warum ich mich am Anfang dafür entschieden habe? Es hat sehr, sehr viele Vorteile für kleine, aber auch große Unternehmen!

Sieh selbst:

  1. E-Mail-Marketing ist die effektivste Online Marketing-Strategie.
  2. Du sprichst deine Kunden direkt an.
  3. Ziehe Menschen an und binde sie.
  4. Pushe deine Marke mit E-Mail-Marketing.
  5. E-Mail-Marketing ist günstig.
  6. Tracke, analysiere und optimiere deine E-Mail-Marketing-Kampagne.
  7. Sei unabhängig.

1. E-Mail-Marketing ist die effektivste Online Marketingstrategie

Du erreichst mit dieser Art Marketing einen sehr hohen ROI (Return of Investment). Der ROI ist das Verhältnis von Gewinn zum Aufwand. 

Vergleich ROI Marketing Maßnahmen.

Quelle: Data & Marketing Association.

Der hohe ROI ergibt sich durch die vielen guten Eigenschaften des E-Mail-Marketings.

Eine davon ist beispielsweise die direkte Kommunikation per E-Mail.

2. Du sprichst deine Kunden direkt an

Kennst du jemanden, der keine Mail-Adresse hat? 

Wahrscheinlich nicht. 

Du erreichst per E-Mail so gut wie jeden. Egal, aus welcher Alters- oder Gesellschaftsgruppe.

Dazu kommt noch: Mails sind 1:1-Nachrichten. Das macht sie für dich so wertvoll!

Denn du sendest so eine individuelle Botschaft an deine Empfänger. Und das, obwohl die Mail eigentlich an eine Menge verschiedener Kontakte geht. 

Personalisiere deine Mail zum Beispiel mit einer direkten Ansprache in der Betreffzeile. Wenn der Empfängername direkt vorkommt, wird deine Mail 50 % häufiger geöffnet (Oberlo).

Personalisierte E-Mails haben eine höhere Öffnungsrate.

Personalisierte E-Mails haben eine höhere Öffnungsrate.

Lerne weiter unten, wie du eine personalisierte Mail erstellen kannst.

3. Ziehe Menschen an und binde sie

Du kannst deine Empfänger auf ihrer gesamten Customer Journey begleiten. Customer Journey heißt so viel wie „Reise des Kunden“, also der Weg des Kunden vom Interessenten zum Käufer. 

Customer Journey

Die Customer Journey bildlich dargestellt.

Erfahre mehr zu Kundenbindung im Abschnitt: „Stärke die Beziehung zu deinen Kunden“.

Aber lass mich dir schon jetzt sagen: 

Wenn du direkt und persönlich mit deinen Interessenten sprichst, wird das die Bindung enorm stärken. Dafür müssen deine E-Mails nicht mal geöffnet werden. 

Du erhöhst das Bewusstsein für dich und deine Marke schon allein dadurch, dass sie wissen:

„Aha, von Said bekomme ich immer morgens um 8:00 Uhr Mails.“

Ich mache es nämlich auch so, dass ich regelmäßig mit meinen Kontakten ins Gespräch komme. Entweder über Mail oder auch in unserer Telegram-Gruppe. 

4. Push deine Marke mit E-Mail-Marketing

Wusstest du, dass diese Art des Marketings die Bekanntheit deiner Marke steigert? Auch deswegen benutzen es fast alle Online-Unternehmen.

Du pushst allein durch regelmäßige E-Mails im Postfach deiner Abonnenten: 

  • deine Sichtbarkeit
  • deinen Umsatz
  • deinen Wiedererkennungswert und
  • deine Vertrauenswürdigkeit.

Natürlich habe ich mir anfangs die gleichen Fragen gestellt wie du.

Wie fange ich an? Welche Technik brauche ich? Wie komme ich überhaupt an Mail-Adressen? Muss ich jede Mail einzeln senden?

Aber sei beruhigt: Als ich dann endlich einmal angefangen habe, merkte ich, wie simpel es ist. Um damit anzufangen, brauchst du nämlich fast kein technisches Wissen.

Du musst wirklich fast nichts mehr „von Hand“ machen. Suche dir eines der E-Mail-Marketing-Tools auf dem Markt aus. 

Du fragst dich jetzt mit Sicherheit: Wie suche ich mir denn die beste Software aus?

Keine Sorge. Das zeige ich dir im Abschnitt „Wähle eine passende E-Mail-Marketing-Software“.

5. E-Mail-Marketing ist günstig 

Du weißt schon, dass der ROI hier sehr gut ist.

Das liegt auch an den überschaubaren und transparenten Kosten.

Überleg mal: Welche Kosten fallen an? 

Eigentlich nur diese: Deine Arbeitszeit und die Kosten für das Tool. 

Kostenverteilung im E-Mail-Marketing

So verteilen sich die Kosten im E-Mail-Marketing.

Die Kosten der Tools richten sich meist nach Listengröße oder versendeten Mails. 

Du willst wissen, was meine Top 3 E-Mail-Marketing-Tools sind? Dafür habe ich dir im 3. Kapitel eine Übersicht erstellt.

Noch ein Vorteil von Mails? Die große Reichweite.

Eine große Reichweite bedeutet meist auch hohe Kosten für deine Marketingmaßnahmen.

Aber eben nicht im E-Mail-Marketing. Da erzielst du mit verhältnismäßig wenig Input einen hohen ROI.

E-Mail-Marketing Reichweite.

So wichtig ist E-Mail-Marketing für die Reichweite.

Mich hat eine Mail zu Beginn nur wenige Euro gekostet. Ich habe so innerhalb eines Jahres 2.725 Kontakte gesammelt.

Heute gebe ich auch nur 8 bis 11 Euro pro Mail aus und habe eine Liste mit über einer halben Million Kontakten!

Das habe ich über Tracking, Analyse und das Optimieren meiner E-Mail-Kampagnen erreicht.

6. Tracke, analysiere und optimiere deine E-Mail-Kampagne 

Auch in E-Mail-Kampagnen steckt Arbeit. Leider reicht es für dich nicht, auf gut Glück eine Mail rauszuschicken. 

Finde heraus, was deine Kontakte von dir wollen. Das heißt für dich: 

  1. Tracke
  2. Analysiere 
  3. Optimiere
E-Mail-Tracking

Finde heraus, was deine E-Mail-Kontakte von dir wollen durch Tracken, Analysieren und Optimieren.

Du bekommst durch das Tracking und die Analyse Informationen zu sogenannten KPIs. KPIs (Key Performance Indicators) sind Kennzahlen, die dir zeigen, wie gut deine Kampagne ankommt. Hier sind das beispielsweise:

  • Öffnungsrate 
  • Klickrate
  • Unsubscribes (Abmeldungen)
  • Bounces (Nicht zugestellte Mails)
  • Conversions 
An alle Rates gedacht beim E-Mail-Marketing?

An alle Rates gedacht beim E-Mail-Marketing?

Beurteile anhand der KPIs, was bei deinen Kontakten gut ankommt und was eher schlecht performt. Passe deine Kampagne entsprechend an.

Je besser du die Wünsche deiner Kontakte erfüllst, desto mehr Umsatz machst du.

Später gehe ich darauf noch einmal detaillierter im Abschnitt „Kenne deine E-Mail Marketing KPIs“ ein.

7. Sei unabhängig

Meiner Meinung nach eine der tollsten Eigenschaften dieser Marketing-Strategie: Du bleibst unabhängig.

Das heißt, Drittanbieter wie Google oder Facebook haben kaum Einfluss auf deine Arbeit. Die einzige Ausnahme sind dabei die E-Mail-Anbieter deiner Abonnenten. 

Wenn deine Mails im Spam-Ordner oder im Promotion Tab bei Gmail landen zum Beispiel.

Promotion Tab bei Gmail.

Screenshot: Gmail.

Ansonsten gehört deine Liste nur dir. Du entscheidest alleine, was du machen willst. Und du trägst auch alleine die Verantwortung für deinen Erfolg. 

Du bist jetzt überzeugt: E-Mail-Marketing und du. Das passt!

Aber so ganz weißt du noch nicht, wo du anfangen sollst?

Kein Problem. Im nächsten Abschnitt zeige ich dir, wie du deine erste erfolgreiche E-Mail-Kampagne in nur 5 Schritten beginnst. 

Erfolgreiche E-Mail-Marketing-Kampagnen in nur 5 Schritten

„Manche planen, um nicht zu versagen. Andere versagen, weil sie nicht planen.“

Das fasst zusammen, was ich dir in diesem Abschnitt beibringen möchte.

Du lernst hier, wie du einen unschlagbaren Plan entwickelst. So beginnst du mit deiner ersten E-Mail-Kampagne. Ohne Angst, etwas könnte schiefgehen!

Lass uns anfangen!

  • Schritt 1: Definiere deine Ziele
  • Schritt 2: Baue dir eine E-Mail-Liste auf
  • Schritt 3: Wähle eine passende E-Mail-Marketing-Software
  • Schritt 4: Gestalte deine erste E-Mail
  • Schritt 5: Analysiere und verbessere deine E-Mail-Kampagnen

Schritt 1: Definiere deine Ziele 

Du interessierst dich bestimmt nicht ohne Grund dafür, wie du mit dem Marketing über Mailings beginnen kannst.

Vielleicht hast du schon einen Webshop und willst mehr Menschen dazu bringen, bei dir einzukaufen? Oder du möchtest deinen Ruf als Experte aufbauen? 

Überlege dir genau, wieso du anfangen willst:

  • Wofür willst du E-Mail-Marketing einsetzen? 
  • Welche Ergebnisse erhoffst du dir?
  • Wen willst du ansprechen?
  • Mit welcher Intention gehst du auf deine Kontakte zu?
Ziele definieren im E-Mail-Marketing.

So steckst du deine Ziele.

Du bist unsicher, welche Ziele du verfolgen kannst und wie du deine Zielgruppe festlegst? 

Orientiere dich an folgenden Punkten:

Lege dein Ziel fest

Manchmal ist es gar nicht so einfach, ein konkretes Ziel festzulegen. Setze dich einmal 10 Minuten hin für ein Brainstorming:

  • Habe ich schon eine Marketingstrategie? 
  • Habe ich schon Kunden? Und wie kann ich diese erreichen?
  • Was sollen meine Abonnenten machen, wenn sie eine Mail von mir bekommen?
  • Welche Botschaft möchte ich meinen Lesern mit auf den Weg geben?

Daraus kannst du schon recht gut ableiten, welches Ziel du verfolgen willst.

Im Großen und Ganzen unterscheidet man zwischen 4 übergeordneten Zielen.

Ziel 1: Erhöhe deinen Website-Traffic

Hast du schon eine Website und willst, dass mehr Leute diese besuchen?

Dann stell doch in einem wöchentlichen Newsletter vor, welche neuen Inhalte du veröffentlicht hast. 

Gibt es neue Blogartikel? Neue Videos? Eventuell ein neues Produkt? 

Das sind wertvolle Infos. Deine Kunden erwarten von dir, dass du dich mit ihnen unterhältst. 

Aber worüber? Genau das, was dein Unternehmen und deine Leser verbindet.

Benutze Mailings, um auf eure gemeinsamen Leidenschaften aufmerksam zu machen.

Newsletter verbinden Menschen miteinander.

Das ist die Kraft der Newsletter: Sie verbinden Menschen miteinander.

Ein Beispiel: Du hast eine Website mit Shop rund um Tiere und allem, was dazugehört. In deinem Newsletter machst du auf einen neuen Blogartikel zur Hundeerziehung aufmerksam und verlinkst ihn.

Auf deiner Website können deine Leser nun eurer gemeinsamen Leidenschaft nachgehen und sind happy.

Aber stopp – du hast ja auch noch einen Webshop! Damit wären wir bei Ziel 2.

Ziel 2: Steigere deine E-Commerce-Umsätze

Vor allem im E-Commerce-Bereich ist E-Mail-Marketing sehr beliebt. 

Nehmen wir an, dein Blogartikel zur Hundeerziehung war so gut, dass deine Leser im Anschluss Leckerlis bei dir bestellt haben.

Einige Tage nach dem Einkauf kannst du deinen Kunden mit einer Follow-up-Mail Coupons oder spezielle Angebote zukommen lassen. Das hast du bestimmt auch schon selber erlebt.

Die Wirkkraft eines Newsletters im E-Commerce.

So wirkt ein Newsletter im E-Commerce.

Denn: Mit einem Rabatt-Code in der Tasche erledigt sich der nächste Einkauf quasi wie von alleine, oder? 

Und damit wären wir auch schon beim 3. Ziel.

Ziel 3: Stärke die Beziehung zu deinen Kunden

Mit E-Mail-Marketing kannst du sehr effektiv dafür sorgen, dass deine Abonnenten bei dir bleiben. 

Kundenbeziehung stärken durch E-Mail-Marketing

So stärkst du mit E-Mail-Marketing deine Kundenbeziehungen.

Personalisiere deine Mails und baue so eine persönliche Bindung zu deinen einzelnen Lesern auf. 

Gehe dabei beispielsweise auf spezielle Interessen ein. 

Du wirst beim Oberthema Tiere und Tierbedarf auch Kunden haben, die Katzenfutter bestellt haben. Andere haben dagegen Hundespielzeug gekauft. 

Berücksichtige diese Unterschiede und passe deine Mails entsprechend an. Stelle den Katzenfreunden verschieden Kratzbäume vor. Den Hundeliebhabern zeigst du dagegen eine Auswahl an Halsbändern.

Personalisierung im E-Mail-Marketing

Das versteht man unter personalisiertem E-Mail-Marketing.

Du willst, dass deine Kunden dir vertrauen, dich schätzen und sich mit dir identifizieren. 

Gib ihnen also mit einer guten E-Mail-Marketing-Kampagne einen Grund dazu.

Ziel 4: Baue dir deinen Expertenstatus auf

Ein weiterer Grund, dir zu vertrauen? Du bist der absolute Experte auf deinem Gebiet. 

Expertenstatus aufbauen

Baue dir einen Status als Experte auf.

Liefere deinen Lesern wertvolle Inhalte, die sie sonst von keinem anderen Unternehmen bekommen werden. Zeige ihnen: Nirgendwo in den Weiten des Internets gibt es so viel zu lernen wie bei dir.

Dein Wissen ist nur in deinen Mails zu finden. Nirgends sonst. Das ist ein großer Mehrwert!

In unserem Beispiel bedeutet das: Vielleicht hast du ein paar geheime Profi-Tipps, wie man Hunden in 10 Minuten bestimmte Tricks beibringt.

Expertentipps weitergeben

Du bist Experte auf einem Gebiet? Gebe deine Tipps weiter, damit andere Menschen von dir lernen können.

Teile diese Information nur mit deinen Abonnenten. So erarbeitest du dir eine besondere Expertenstellung.

Schaue bei dir selbst, welches Ziel für dich am ehesten in Frage kommt. Überlege dir, was am besten geeignet ist.

Hier ist es erst einmal sinnvoll, sich vor Augen zu führen, wo man mit seinem Unternehmen steht. 

Frage dich ernsthaft: Was ist der nächste Schritt, den ich gehen möchte?

Dementsprechend kannst du dann deine E-Mail-Marketing-Kampagne ausrichten. 

Identifiziere deine Zielgruppe

Du weißt jetzt, welches Ziel du verfolgen willst. Was fehlt? Richtig, deine Zielgruppe!

Orientiere dich an deinen Zielen, dann ergibt sich deine Zielgruppe meist von allein:

  • Du willst deinen Webseiten-Traffic erhöhen? Oder deinen Expertenstatus verdeutlichen? -> Sprich Interessenten an, die sich für deine Themen begeistern!
  • Du willst deine Sales ankurbeln? -> Versende Mails an potentielle Käufer, deren Warenkorb zwar gefüllt ist, aber die ihren Kauf noch nicht abgeschlossen haben! Natürlich nur, wenn sie zugestimmt haben.
  • Du willst deine Kunden an dich binden? -> Schicke regelmäßig News, Updates und spezielle Rabatte an Bestandskunden.

Am besten schreibst du dir dein Ziel und deine Zielgruppe jetzt auf. Das solltest du nämlich nie aus den Augen verlieren. Vor allem, wenn es im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben werden.

Zielgruppen an Zielen ableiten.

Leite die Ziele von Zielgruppen ab für besseres E-Mail-Marketing.

Da kann eine Visualisierung wahre Wunder bewirken. Jetzt geht es nämlich daran, an die Kontaktdaten deiner zukünftigen Abonnenten zu kommen.

Schritt 2: Baue dir eine E-Mail-Liste auf

„Das Geld liegt in der Liste“. Du kannst noch so tolle Mails verfassen – wenn du niemanden hast, an den du sie senden kannst, dann ist deine Arbeit umsonst.

Ich selbst stehe total hinter diesem Satz. Mein Verteiler ist mein Schatz und einer der Hauptgründe für meinen Erfolg.

Dank dieser riesigen Liste hatte ich beispielsweise einen Umsatz von 137.404,20 Euro – als ich mein Start Up-Produkt gelaunched habe.

Umsätze von Said Shiripour durch E-Mail-Marketing.

Mit diesen Umsatzzahlen will ich nicht angeben, sondern dir verdeutlichen, was mit E-Mail-Marketing möglich ist.

Lerne also im nächsten Schritt, wie du dir auch so eine Kontaktliste aufbaust.

1. Der Klassiker: Online-Newsletter

Der einfachste Weg: Gib deinen Interessenten die Möglichkeit, sich online für deinen Newsletter einzutragen. 

Du kennst das selbst aus deinem Alltag:

Du bist auf einer Website und willst etwas lesen. Plötzlich poppt ein Fenster auf, in das du deine Mail-Adresse eintragen sollst. Im Gegenzug dazu bekommst du dann alles mögliche an Informationen, gratis Downloads oder Rabatte (auch „Lead-Magneten“ genannt). 

Das willst du für dich und deine Seiten auch machen? Dann erfährst du jetzt, wie du deine Newsletter-Anmeldung am besten platzierst und gestaltest.

Wichtig! Achte darauf, dass deine Anmeldung als Double Opt-In angelegt ist. 

Deine Abonnenten müssen also ihre Anmeldung noch einmal bestätigen.

So bist du zum einen rechtlich auf der sicheren Seite. Andererseits gehst du so auch sicher, dass deine Mails wirklich nur Leute erreichen, die sich dafür interessieren.

1.1. Wo soll ich die Newsletter-Anmeldung platzieren?

Prinzipiell und grundsätzlich haben sich 4 Wege bewährt:

  • Auf einer Landing Page

Eine Landing Page ist buchstäblich eine Website, auf der Nutzer landen und im besten Fall eine Aktion tätigen sollen. 

Pop-up Newsletter-Anmeldung.

So kann ein Pop-up für eine Newsletter-Anmeldung aussehen.

Warum solltest du also eine Landing Page für deine Newsletter-Anmeldung entwerfen? 

Ganz einfach: Deine Besucher kommen mit Erwartungen auf deine Seite, die ihrer vorherigen Suchintention entsprechen. 

Ist die Erwartung also eine Newsletter-Anmeldung, solltest du eine Landing Page dafür entwerfen. So gehst du sicher, dass deine Besucher nicht abgelenkt werden und auch von Interessenten zu Abonnenten konvertieren.

  • Mit Pop-ups

Ich habe es oben schon einmal angesprochen. Pop-ups werden sehr häufig eingesetzt, um Mail-Adressen einzusammeln. 

In unserem Fall – sich für einen Newsletter anmelden. Auf diese Landing Page kommen die Nutzer beispielsweise über eine Google-Suchanfrage oder eine Werbeanzeige. 

Newsletter-Anmeldung Landing Page.

Das war meine Landing Page zur Newsletter-Anmeldung.

Der Textileinzelhändler NKD hat 2016 eine Testkampagne gestartet, mit der er mehr Newsletter-Anmeldungen erreichen wollten. 

Die Erkenntnis: Pop-ups sorgten für die meisten Anmeldungen (adzine, 2016). 

Deswegen solltest du sie an geeigneten Stellen auf deiner Website einbinden.

Liest jemand gerade einen deiner Blogartikel? Dann schlage doch vor, sich in deinen Newsletter einzutragen. So verpassen deine Leser nie wieder einen deiner großartigen Artikel!

  • Im Bestellprozess

Eine weitere, häufig genutzte Alternative ist die Newsletter-Anmeldung während des Bestellprozesses in einem Webshop.

Newsletter-Anmeldung im Bestellprozess

Clever, um eine Anmeldung für den Newsletter zu erhalten.

Da schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe: Du machst Umsatz und greifst nebenbei noch einen Kontakt ab. So einfach kann es sein!

  • Über Social Media

Eine Newsletter-Anmeldung und Social Media passen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen, oder? 

Aber stell dir folgendes vor: 

  1. Du findest eine Bloggerin.
  2. Dir gefallen ihre Inhalte auf den ersten Blick total gut.
  3. Du folgst ihr.
  4. Ihr Content überzeugt dich.
  5. Du willst noch mehr Infos über sie erfahren.
  6. Du gehst also auf ihr Profil.
  7. Im Profil findest du einen Link, der auf alle anderen Kanäle verweist – unter anderem auch auf einen Newsletter.
So abonniert man den Newsletter via Linktree.

So abonniert man den Newsletter via Linktree.

8. Du klickst also auf den Newsletter-Link.
9. Du landest auf der Landing Page zur Newsletter-Anmeldung.
10. Du meldest dich an! 

Klingt realistisch, oder? 

Social Media mag vielleicht nicht der Hauptkanal sein, über den du Newsletter-Anmeldungen generieren kannst. Du solltest ihn aber definitiv auch nicht unterschätzen. 

Lass deine Abonnenten deine Liste erweitern

Dieser Trick ist genauso simpel wie das Einbinden deiner Newsletter-Anmeldung auf Social Media. 

Mach deine E-Mails teilbar! 

Das bedeutet: Nutze sogenannte „Share with your Network“-Links in deinen E-Mails.

Share links with your network in Newslettern

Teile Links mit deinem Netzwerk in Newslettern.

So können deine Abonnenten deinen großartigen Newsletter-Content mit ihrem Netzwerk teilen. 

Damit schaffst du dir noch einmal eine größere Reichweite.

Du hast deine Newsletter-Anmeldung jetzt an diesen Stellen eingebunden.

Was fehlt, damit sich deine Interessenten in Abonnenten verwandeln? Richtig: Ein Grund, deinen Newsletter zu abonnieren!

1.2. Liefere einen Grund!

Wer an meine Daten will, der muss mir schon gute Gründe liefern, warum ich sie ihm geben sollte. Normalerweise gilt hier das Prinzip: Daten gegen Leistung. 

Ich erhalte also etwas dafür, dass ich meine E-Mail-Adresse weitergebe. 

Dieses Prinzip war mit Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des Kopplungsverbots zunächst gefährdet. 

Online Marketer und Website-Betreiber standen vor derselben Frage:

Kann ich immer noch das Prinzip ‘Daten gegen Leistung’ umsetzen oder mache ich mich dann strafbar?

Und hier kann ich Entwarnung geben. Solange die Einwilligung zur Newsletter-Anmeldung

  • freiwillig,
  • nachweisbar,
  • eindeutig und
  • mit Double Opt-In (s. o.) 

geschieht, bist du auf der sicheren Seite!

Also können wir bis hierhin festhalten: Um an eine E-Mail-Adresse zu kommen, musst du etwas leisten beziehungsweise anbieten. 

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist natürlich: Was kannst du leisten oder anbieten? Was ist dein Lead-Magnet?

Ich habe dir oben schon einige Beispiele genannt, auf die ich jetzt näher eingehen möchte.

  • Biete Premium-Inhalte an

Dein Newsletter ist die perfekte Plattform, um dein Wissen und deine Inhalte zu teilen. 

Premium-Inhalte zeichnet ein besonderer Mehrwert aus.

Premium-Newsletter Beispiel

Abonnenten schätzen exklusive Inhalte in Newslettern.

Welchen Mehrwert kannst du Abonnenten mit deinem Newsletter bieten? 

Erinnerst du dich an unsere Website über Tiere und Tierbedarf? Fallen dir dazu Möglichkeiten für Premium-Inhalte ein?

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Exklusive Interviews mit Hundeprofis
  • Besonderes Insiderwissen zur Katzenpflege
  • Spezielle Kaufempfehlungen für Fischfutter
  • Kostenloser E-Mail-Kurs, um Kaninchenzüchter zu werden

Diese Beispiele zeichnen vor allem aus, dass sie nur über den Newsletter zur Verfügung gestellt werden.

  • Goodies 

Ein weiterer Mehrwert für deine Leser sind natürlich Goodies. 

Unter Goodies versteht man meist eine Zugabe. 

Goodies für Newsletter-Anmeldungen

Beachte die Formel: erst geben, dann nehmen.

Für das Abonnieren des Newsletters kannst du deinen Lesern zum Beispiel

  • Gutscheine
  • Coupons oder
  • Rabatte

zukommen lassen. Das ist immer sehr gerne gesehen und erhöht auch die Kundenbindung.

  • Updates/Tipps

Häufig reicht es schon, wenn du deine Abonnenten regelmäßig mit neuen Informationen und allgemeinen Tipps versorgst. 

Mit neuen Tipps usw. erhöhst du die Zahl deiner Newsletter-Anmeldungen.

Mit neuen Tipps usw. erhöhst du die Zahl deiner Newsletter-Anmeldungen.

Beispielsweise:

  • Hinweis: Neue Anti-Floh-Sprays im Shop 
  • Artikel: 10 Erziehungstipps für die Hundeerziehung
  • Update: Wartungsarbeiten an der Website

Deine Leser freuen sich schon, wenn sie von dir hören und informiert werden. Denn das bedeutet, dass du an sie denkst. 

  • Freebies 

Der wohl effektivste Weg, um Leute zu catchen, ist ihnen etwas zu schenken. Wie du oben schon gelernt hast, ist das auch legal. 

Freebies gegen Newsletteranmeldung

Freebies gegen Newsletter-Anmeldung funktioniert wunderbar. Erinnere dich: erst geben, dann nehmen.

Deine Interessenten müssen nur ebenfalls angeben, dass du sie auch über das Freebie hinaus kontaktieren darfst.

Kannst du dir vorstellen, was sich besonders gut als Gegenleistung für die E-Mail-Adresse deiner Abonnenten eignet?

Die Antwort: kostenlose Downloads! 

Zum Beispiel:

Mögliche Freebies

Eine Auswahl an Freebies.

Du hast quasi die Qual der Wahl: Es gibt unendliche Möglichkeiten. Sei kreativ, was die Auswahl deiner Freebies angeht!

Jetzt sollte dir klar sein, wie du deinen E-Mail-Verteiler online aufbauen kannst. Das ergibt natürlich vor allem Sinn, wenn du ein Online-Unternehmen hast.

In bestimmten Situationen kann es aber auch passieren, dass du offline E-Mail-Adressen sammeln willst.

2. Erweitere deine E-Mail-Liste auch offline

Wann solltest du jemals in die Verlegenheit kommen und offline E-Mail-Adressen sammeln wollen?

Je nach deiner Nische und deiner Unternehmens-Strategie kann es passieren, dass du auch mal teilnimmst an:

  • Veranstaltungen
  • Messen
  • Seminaren
  • Meetings
  • Live-Kursen oder
  • Fortbildungen 

Wenn du dort überzeugst, werden sich deine Gesprächspartner mit Sicherheit dafür interessieren, weiter mit dir im Kontakt zu bleiben.

Was eignet sich dafür besser als ein Newsletter?

Du bist nun so gut wie bereit, die erste Mail an deine Kontakte zu schicken.

Fehlt nur noch die passende Software, um sicherzugehen, dass nichts mehr schief gehen kann. Denn dein normales E-Mail-Programm eignet sich leider nicht.

Erfahre im nächsten Schritt, worauf du bei der Auswahl deiner Tools achten musst. Außerdem verrate ich dir, welches Tool mein Favorit ist.

Schritt 3: Wähle eine passende E-Mail-Marketing-Software 

Wie bereits weiter oben angeschnitten: Die Wahl der richtigen E-Mail-Marketing-Software ist für dich sehr wichtig.

E-Mail-Marketing-Software

Finde die richtige Software für dein E-Mail-Marketing.

Warum?

Weil es entscheidende Unterschiede zwischen E-Mail Service Providern und Internet Service Providern gibt. 

Berücksichtige das und deine Kampagne wird erfolgreich werden!

3.1. E-Mail-Service-Provider vs. Internet Service Provider

Internet Service Provider (ISP) sind deine klassischen E-Mail-Programme wie

  • Outlook
  • Yahoo
  • Gmail

E-Mail-Service-Provider (ESP) sind dagegen alles, was du bei Google unter

  • E-Mail-Marketing-Tool
  • E-Mail-Marketing-Software oder
  • E-Mail-Marketing-Plattform

angezeigt bekommst.

E-Mail-Service-Provider versus Internet Server Provider.

Das unterscheidet ESP von ISP.

Was macht also E-Mail-Service-Provider wie MailChimp, ActiveCampaign, Klick-Tipp oder GetResponse so viel besser als die ISP?

Ganz einfach:

Die privaten Anbieter sind auf den – wer hätte es gedacht – privaten Gebrauch ausgelegt. 

Ein E-Mail-Editor stattet dich dagegen mit allem aus, was du brauchst, um professionelles E-Mail-Marketing beginnen zu können.

ISP versus ESP.

ISP versus ESP.

Jetzt musst du nur noch herausfinden, welche Software am besten zu dir passt. Mache dir dafür klar, welche Anforderungen du an diese stellst.

3.2. Anforderungen an E-Mail-Marketing-Tools

Es gibt verschiedene Aspekte, die einen Anbieter vom nächsten unterscheiden. 

  • Sicherheit und Datenschutz

Beim Googlen wirst du auf Anbieter stoßen, die nicht aus Deutschland kommen. Denn natürlich erstellen, nutzen und bieten auch China oder die USA E-Mail-Marketing-Software an.

Das Problem dabei?

Nur deutsche Anbieter erfüllen auch die Anforderungen der DSGVO in Bezug auf die Empfängerdaten. Nutzt du also andere Software, machst du dich schnell unbemerkt strafbar.

  • E-Mail-Vorlagen und -Templates 

Dieser Punkt spricht eindeutig für die ESP, also die E-Mail-Service-Provider. Dort bekommst du fast immer Vorlagen oder Templates geboten. Diese vereinfachen das Erstellen und den Versand deiner Mailings.

Aber: Auch hier gibt es Unterschiede in der Umsetzung.

Bist du noch ein kompletter Anfänger? Dann suche am besten nach E-Mail-Clients mit Drag-&-Drop-Editor. Die sind sehr leicht zu bedienen und erleichtern dir den Einstieg.

Die meisten Anbieter haben so einen Editor mittlerweile – aber lange noch nicht alle.

  • Leistungsstärke und Budget

Hier ist es wichtig, dass du für dich entscheidest: Was ist sind meine wichtigsten und limitierenden Faktoren? 

Die Anbieter unterscheiden sich in ihren Kostenmodellen. Manche rechnen nach der Größe deiner Kontaktliste ab, andere nach der Anzahl der verschickten Mails.

Oft kannst du dich zwischen Prepaid- und Abo-Systemen entscheiden.

Wenn deine Kosten Nebensache sind, ist die Versandkapazität dein limitierender Faktor. 

Was bringt es dir, wenn du eine riesige Kontaktliste hast, aber dein E-Mail-Anbieter gar nicht so eine Menge E-Mails zustellen kann? 

  • Integration von CMS/CRM/Shopsystemen

Deine E-Mail-Marketing-Kampagne ist meist nur ein Baustein in deinem großen Marketing-Haus.

E-Mail-Marketing als Bestandteil des Online Marketings

So fügt sich E-Mail-Marketing in deine Strategie ein.

Es ist einfach von Vorteil, wenn du die wichtigsten Bausteine miteinander vernetzen kannst, denn so erhältst du ein besseres Verständnis für die verschiedenen Zusammenhänge.

Schau daher, ob dein Tool dafür ausgestattet ist.

In unserem Beispiel mit dem Onlineshop für Tiere könnte das so aussehen: 

Dein Newsletter enthält Links zu neuen Hundeleckerlis. Über diesen Link kaufen 300 von 400 Kunden ein. Es wäre total schade, wenn du nicht wüsstest, dass 75 % deiner Kunden über deinen Newsletter gekommen wären.

Die Integration von Content-Management-Systemen (CMS), Customer-Relationship-Management (CRM) und einem Shopsystem erleichtert dir also auch das Tracking. 

  • Tracking und Testing

Du musst darüber hinaus wissen, wie erfolgreich deine E-Mail-Newsletter sind.

Dafür kannst du dir bei deinem Anbieter einen Report der üblichen Kennzahlen wie Open Rate, Click-Through Rate und Unsubscribes erstellen lassen. 

Eine weitere wichtige Funktion ist das Testen. Dafür kommen meist A/B-Tests zum Einsatz.

A/B-Tests im E-Mail-Marketing

A/B-Tests im E-Mail-Marketing.

Bei A/B-Tests werden 2 verschiedene Versionen einer Mail an deine Empfänger geschickt und du kannst schnell vergleichen, welche besser performt.

Die Software-Anbieter sollten dir daher auch die Möglichkeit geben, A/B-Tests zu nutzen.

  • Verschiedene Workflows anlegen

Es gibt verschiedene Arten von Mailings, die du verschicken kannst.

Arten von E-Mails im Marketing

Arten von E-Mails im Marketing.

Transaktionale Mails gehören eigentlich nicht in den Marketing-Bereich. 

Die Möglichkeit, transaktionale Mails zu versenden, bieten daher nicht alle E-Mail-Marketing-Softwares.

Überlege dir, wie wichtig dieser Punkt für dich ist. In der Regel wird der Versand von Marketing E-Mails für dich relevanter sein. 

  • Segmentierung und Automatisierung

Der automatisierte Versand deiner Mailings nimmt dir einen großen Teil der Arbeit ab. 

Automatisierung im E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing kannst du bis zu einem gewissen Grad automatisieren.

Wähle einen Anbieter mit einem Autoresponder, wenn du deine Workflows automatisieren möchtest.

Sobald deine Empfänger-Liste wächst, wirst du merken, dass du sie in Sub-Gruppen aufsplitten kannst. Das nennt man Segmentierung. Wie in unserem Beispiel mit Hunde- und Katzenliebhabern.

Segmentierung im E-Mail-Marketing

Unterteile deine Abonnenten in ihre Interessensgebiete, um sie in deinen Mails klarer ansprechen zu können.

Mit der Zeit wird das für dich immer relevanter werden. Informiere dich also, inwiefern dir ein Tool Möglichkeiten zur Segementierung bietet.

Ziemlich viel Input, oder? Keine Sorge. Ich möchte, dass du Zeit sparst. 

Daher gebe ich dir weitere Informationen zu meinen Top 3 Tools hier im Text. Außerdem beantworte ich dir Fragen zu den Tools in einer übersichtlichen Tabelle.

3.3. Top 3 E-Mail-Marketing-Tools

Meine 3 liebsten E-Mail-Marketing-Tools sind MailChimp, ActiveCampaign und Klick-Tipp. Klick-Tipp nutze ich auch schon lange selbst, wenn ich E-Mails versenden will. 

Hier findest du eine Übersicht über die 3 Tools:

Top E-Mail-Marketing-Tools

Jedes E-Mail-Marketing-Tool hat Vor-und Nachteile, aber ohne wird’s schwierig.

Hast du dich schon für ein Tool entschieden? Dann wage dich ans Schreiben deiner ersten Marketing E-Mail!

Schritt 4: Gestalte deine erste E-Mail

Eine gute E-Mail sieht so aus: 

Gute E-Mail-Eigenschaften

So sollte eine gute Marketing E-Mail sein.

Im Grunde besteht sie nur aus dem Betreff, dem Inhalt und der grafischen Gestaltung. 

Das Versenden von einem Newsletter ist nicht schwer. Die Anforderungen sollten mit Hilfe der Bestandteile Betreff, Inhalt und grafische Gestaltung erfüllt werden.

4.1. Schreibe eine beeindruckende Betreffzeile

Deine Empfänger sehen in deinem Postfach zuerst 3 Dinge von dir.

 

  1. Deinen Absendernamen
  2. Deine Betreffzeile
  3. Deinen Preheader
E-Mail im Postfach

Kalkuliere ein, dass im Postfach deiner Abonnenten viele Mails der Konkurrenz landen.

Du willst, dass deine Leser deine Mail öffnen? Beachte dafür diese 3 Dinge:

  • Dein Betreff muss catchy

Deine Betreffzeile ist der Schlüssel zu deinem Empfänger. Wenn dein Betreff nicht zu 100 % catchy ist, wird deine Öffnungsrate darunter leiden. Schreibe also fesselnde und spannende Betreffzeilen.

Dein super Content erreicht sonst leider viel zu wenige Menschen!

Dein Betreff sollte maximal 50 Zeichen umfassen, damit er auch auf Smartphones komplett angezeigt wird. 

Die Betreffzeile deiner E-Mail ist entscheidend.

Die Betreffzeile deiner E-Mail ist entscheidend.

Sprich deine Kunden hier am besten persönlich an, also mit ihrem Namen. Kündige auch direkt mit an, was der Mehrwert deiner Mail ist.

  • Gib deinem Betreff mit dem Preheader Kontext

Der Preheader folgt der Betreffzeile in den meisten E-Mail-Programmen und ist somit eine kleine „Vorschau“.

E-Mail Preheader

Wie soll deine Mail in der Vorschau bei deinen Abonnenten aussehen?

Mache im Pre-Header klar, worum es in deiner Mail geht. So steigerst du deine Öffnungsraten enorm.

  • Tritt als Person auf

Menschen mögen andere Menschen. 

Ein Absendername sorgt dafür, dass deine Mails Wiedererkennungswert haben und nicht als Spam markiert werden.

Ich sende meine Mails grundsätzlich unter meinem Namen „Said Shiripour“ ab. 

Du hast jetzt den ersten (und vermutlich wichtigsten) Schritt gemacht. Es ist essentiell, dass diese 3 Dinge am Anfang deiner Mailings zu 100 % sitzen!

Ansonsten kannst du dir alles, was jetzt kommt, schenken. 

4.2. Entscheide dich für ein durchgängiges Design

Deine E-Mails sollten Wiedererkennungswert haben. 

Entscheide dich also gleich am Anfang, wie du sie gestalten möchtest. 

  • Nutze Vorlagen oder Templates

Vielleicht greifst du auf E-Mail-Vorlagen oder -Templates zurück. Versuche dabei, einfache und zeitlose Designs zu finden. Mailings mit vielen Grafiken landen öfter in Spam-Ordnern oder dem Promotions-Tab bei Gmail.

Spamfilter umgehen

Umgehe den Spamfilter, indem du auf Bilder im Newsletter verzichtest oder nur wenige einfügst.

Verzichte daher auf eine Flut an Bildern oder Links in deinen E-Mails. Denke auch daran, deinen Bildern einen Alternativtext im Hintergrund zu geben. So verstehen deine Empfänger auch bei langsamen Internetverbindungen, was die Grafik zeigen soll.

  • Lege dir ein charakteristisches Corporate Design zu

Hast du schon ein Corporate Design (Unternehmensdesign)? Wenn nicht, kümmere dich jetzt darum!

Ein Corporate Design umfasst zum Beispiel:

  • Farben
  • Logo
  • Schriftarten
  • Bildsprache
  • Gestaltungsvorgaben

Dieses allgemeine Design für dein Unternehmen kannst du dann ganz einfach mit den E-Mail-Templates umsetzen.

  • Optimiere dein E-Mail-Layout

Dein Mailing sieht schon super aus?

Verbessere noch Kleinigkeiten, damit dein Mailing nicht nur geöffnet wird. Binde die Empfänger und bringe sie dazu, mit deiner Mail zu interagieren.

  • Vermeide Mails, die breiter sind als 600 px. Sonst müssen deine Abonnenten horizontal scrollen – und das macht überhaupt keinen Spaß!
  • Bringe alle wichtigen Informationen und Handlungsaufforderungen (Call-to-Actions) „above the fold“.
  • „Above the fold“ ist der Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist.
"Above the fold" bildlich dargestellt.

Auch im Newsletter gilt: das Wichtigste zuerst.

Weitere Informationen sollten im Mailing „below the fold“ zu finden sein. 

  • Prüfe, ob deine Mail auf allen Geräten und bei allen E-Mail-Anbietern perfekt angezeigt wird.

Bist du jetzt mit dem „Äußeren“ deiner ersten Mail zufrieden?

Lass sie uns jetzt mit Leben füllen.

4.3. Kreiere individuelle Inhalte

Vor jedem Mailing, das du schreiben willst, solltest du dir folgende Frage stellen:
Was möchten meine Leser von dieser E-Mail, wie kann ich ihre Erwartungen erfüllen und welchen Mehrwert bietet ich?

Denke darüber nach, wie du mit E-Mail-Marketing starten willst.

Denke darüber nach, wie du mit E-Mail-Marketing starten willst.

Die Antwort: Deine Abonnenten möchten relevante und interessante Inhalte finden.

Und die lieferst du ihnen mit deinem Newsletter.

Ich habe dir schon gezeigt, welche Inhalte in Newslettern besonders gut performen:

Inhalte für Newsletter

Hier siehst du noch einmal aufgelistet, welche Inhalte sich gut eignen für einen Newsletter.

Nutze hier auch gerne Content, den du ohnehin schon hast!

Du hast sowieso schon 10 Blogartikel für Hundebesitzer, die sich ihren ersten Welpen kaufen wollen? Dann mache daraus eine 10-wöchige E-Mail-Serie, die du versenden kannst: Von der Entscheidung für einen Züchter bis hin zu Empfehlungen für Hundeschulen. 

Frage im Anschluss nach Feedback. Finden deine Abonnenten die Häufigkeit so in Ordnung? Sollten die Mails ihre Interessen besser bedienen? 

Feedback einholen

Sei offen für Rückmeldungen deiner Abonnenten.

Du siehst: Dein E-Mail-Marketing-Content muss auf deine Abonnenten abgestimmt, also sehr individuell sein. 

Du hast bereits gelernt, dass E-Mails eine 1:1-Kommunikation sind. Ihr befindet euch im Dialog.

Lass also auch gerne deine eigene Geschichte oder Meinung einfließen. Hebe dich so von den anderen Mails im Postfach deiner Kunden ab. Gebe deiner E-Mail-Marketing-Kampagne also eine persönliche Note.

Denn Storytelling ist auch im E-Mail-Marketing eine sehr effektive Taktik, um Leser zu catchen und an dein Unternehmen zu binden.

Storytelling im E-Mail-Marketing

Präsentiere nicht nur Zahlen und Fakten, sondern erzähle anhand dieser eine Geschichte, die sich einprägt.

Deine E-Mail ist jetzt so gut wie fertig! Fehlt nur noch der allerletzte Schritt: Die Kontrolle vor dem Versand.

4.4. Teste deine tolle Mail

Es klingt banal. Aber 4 Augen sehen mehr als 2.

Du solltest deine Mail vor dem Versand auf jeden Fall noch einmal testen und von jemandem auf Fehler checken lassen. 

Achte dabei vor allem auf:

  • Grammatik, Satzbau, Rechtschreibung
  • Technische Aspekte (richtige Darstellung auf allen Geräten)

Dann kannst du deine Mail auch schon fast losschicken. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei der Versand-Zeitpunkt.

Wähle den Versandzeitpunkt analog zum Zeitpunkt der Newsletter-Anmeldung. 

Als Faustregel gilt:

Endkunden erreichst du am besten am frühen Morgen oder am Abend (von Montag bis Sonntag).

Kunden in Unternehmen erreichst du am besten unter der Woche von 9-18 Uhr.

Geschafft! Du hast deine erste Mail abgeschickt. Einfach abwarten und Tee trinken, bis die ersten Erfolge eintreffen? Ist nicht! 

Es gibt noch einiges an Nachbereitungen zu erledigen.

Schritt 5: Analysiere und verbessere deine E-Mail-Kampagnen

Wir haben schon über die klassischen E-Mail-Marketing-KPIs beziehungsweise Kennzahlen gesprochen. 

Lass uns da noch einmal tiefer einsteigen.

1. Kenne deine E-Mail-Marketing-KPIs

1.1. Zustellrate (Bounce Rate)

Die Zustellrate gibt – wie es der Name schon sagt – an, wie viele deiner E-Mails bei deinen Kontakten angekommen sind.

Ein Sprung (oder Bounce) zeigt dabei an, dass die Mail nicht zugestellt werden konnte. 

Bounce Rate beim Newsletter

Die Bounce Rate, also Zustellrate, gibt dir wichtige Hinweise zum Empfang deines Newsletters.

Das kann an einem Soft Bounce liegen, also daran, dass das Postfach der Empfänger voll ist.

Oder an einem Hard Bounce, das heißt, deine Mail wird als Spam markiert.

Die Bounce Rate berechnet sich so: Bounces / versandte E-Mails x 100

Deine Bounce Rates sollten möglichst gering sein. Meine Bounce Rate liegt durchschnittlich bei 1,6 %.

1.2. Öffnungsrate (Open Rate)

Die Öffnungsrate zeigt dir an, wie viele der Empfänger deine E-Mail öffnen.

Open Rate

Je mehr Empfänger deine Mail öffnen, umso höher ist deine Open Rate.

Du willst natürlich, dass so gut wie alle Empfänger deine Mail öffnen. Das bedeutet, diese Zahl sollte hoch sein! 

Die Open Rate berechnet sich so: geöffnete E-Mails / versandte E-Mails x 100

In der Regel beträgt die Open Rate im E-Mail Marketing circa 18 %. Bei mir liegt die Open Rate meist auch zwischen 15 und 20 %. 

1.3. Klickrate (Click Rate)

Bei der Klickrate geht es darum, anzuzeigen, wie viele E-Mail-Empfänger mit der Mail interagiert haben. Also dort zum Beispiel auf einen Link oder ein Video geklickt haben.

Gestalte deine Newsletter so, dass deine Leser animiert werden, damit zu interagieren. Denn eine gute Klickrate kommt nicht von alleine! Benutze also Handlungsaufforderungen (Call-to-Actions), wie „Klicke auf diesen Link!“.

Die Klickrate berechnet sich aus dem Verhältnis von geklickten zu versandten Mails. 

Eine durchschnittliche Klickrate liegt bei 1,27 %. In meinen Mails habe ich normalerweise eine wirklich gute Klickrate von 5 %. 

1.4. Click-Through Rate (CTR)

Die Click-Through Rate unterscheidet sich von der Klickrate. Sie kombiniert Open Rate und Klickrate.

Das bedeutet, die CTR gibt an, wie viele der geöffneten Mails auch geklickt werden. 

Click-Through Rate verbildlicht.

Die Click-Through Rate gibt dir hilfreiche Einsichten in dein E-Mail-Marketing.

Wieso ist die CTR also wichtig, wenn wir schon die Klickrate haben?

Nutze die Click-Through Rate, um herauszufinden, wie relevant der Inhalt für deine Leser ist. 

Wenn die angegebenen Ressourcen geklickt werden, kannst du davon ausgehen, dass dein Content interessant und hilfreich war. Vielleicht hast du sogar ein Problem deiner Kunden gelöst!

Als Maßstab: Der Durchschnitt liegt bei 14,1 %. Meine CTR liegt darüber: und zwar bei 15 bis 20 %.

1.5. Newsletter-Abmeldung (Unsubscribes)

Die Zahl der Newsletter-Abmeldungen oder Unsubscribes willst du bei Null halten! 

Im Durchschnitt liegt die Unsubscribe Rate bei circa 0,05 % (sendinblue, 2020). Jeder 20. trägt sich also aus. 

Unsubscribe Rate verbildlicht.

Wann melden sich Empfänger von deinem Newsletter ab? Analysiere das.

Bis zu 2 % Unsubscribes sind aber normal. Du machst erst etwas falsch, wenn du weit über diesem Wert liegst. Sieh dir dann die E-Mail-Kampagnen deiner Konkurrenz an. Versuche deine eigene Kampagne dementsprechend anzupassen.

Meine eigene Unsubscribe Rate halte ich bei 1,1 %.

1.6. Konversionsrate (Conversion Rate)

Die Conversion Rate zeigt dir, wie viele deiner Mails zu einer Conversion geführt haben. Das kannst du beispielsweise mit Google Analytics verfolgen.

Setze die Conversion also am besten ein, wenn du Marketingziele und Vertriebsziele vereinen willst.

Dafür muss vor allem klar sein: Was ist eine Conversion? Ein Verkauf? Eine Anmeldung? Die Teilnahme an einer Umfrage?

Conversion Rate

Wie viele Abonnenten führen eine Handlung aus, zu der du in deiner Mail aufgerufen hast? Das ist die Conversion Rate.

Ein Beispiel: Dein Newsletter enthält eine Einladung für ein Treffen von Hundebesitzern. Die Mail ist super gemacht und fast alle deiner Abonnenten öffnen sie. Aber sie melden sich nicht an.

Deine Conversion Rate mit dem Ziel ‘Anmeldung’ wäre hier schlecht weggekommen. Verbessere deine Mails also so, dass du Anmeldungen bekommst!

Du kannst bei vielen E-Mail-Marketing-Tools nicht nur diese KPIs beziehungsweise Kennzahlen kontrollieren und analysieren, sondern auch A/B-Tests durchführen.

2. Führe A/B-Tests durch

Führe A/B-Tests durch, um 2 verschiedene Versionen einer Mail miteinander zu vergleichen.

Dann erkennst du direkt, wieso eine Mail im Vergleich zu einer zweiten zu besseren Open Rates geführt hat.

A/B-Tests im E-Mail-Marketing

A/B-Tests im E-Mail-Marketing helfen dir, besser zu werden bei der Kundenansprache.

Anhand der A/B-Tests verstehst du, auf was deine Empfänger gut reagieren und womit du sie am besten ansprichst.

Dieses Wissen benutzt du dann, um deine E-Mails zum Beispiel durch Segmentierung noch besser zu machen!

3. Segmentiere deine Liste 

Bei der Segmentierung geht es im Kern darum, deine E-Mail-Liste in Untergruppen aufzuteilen.

So gehst du noch konkreter und spezifischer auf die Wünsche deiner Kunden ein. Und schickst ihnen keine Inhalte, mit denen sie nichts anfangen können.

Du gibst den Nutzern so das Gefühl, dass du sie kennst. Das ist viel Wert, um sie in deinem E-Mail-Verteiler zu behalten. 

4. Automatisiere deine E-Mails 

Nach einer Weile wirst du merken, dass du einige Prozesse immer wieder von Hand machst. 

Bietet dein E-Mail Marketing-Tool die Möglichkeit, automatische Workflows einzurichten?

Dann ist jetzt der Punkt, an dem du dir überlegst, welche E-Mails automatisch versendet werden können. 

So sparst du unglaublich viel Zeit, Nerven und Arbeit!

Jetzt hast du es geschafft – deine erste E-Mail-Marketing-Kampagne ist abgeschlossen.

Stelle dir E-Mail-Marketing als ewigen Kreislauf vor, den du ständig verbesserst und optimierst. 

Erfolgreiches E-Mail-Marketing ist ein Prozess.

Erfolgreiches E-Mail-Marketing ist ein Prozess.

Schreibe dir deswegen auf jeden Fall deine Learnings aus dieser ersten Kampagne auf.

  • Was lief gut?
  • Wo ist Optimierungsbedarf?
  • Was willst du als nächstes ausprobieren?
  • Kannst du neue Informationen verarbeiten?

Und dann setze dich an deine 2. E-Mail-Marketing-Kampagne!

Von mir bekommst du jetzt auch noch 10 Tipps mit an die Hand, die du direkt umsetzen kannst.

10 Tipps für E-Mail-Marketing-Anfänger

In diesem Kapitel lernst du vor allem aus meinen Erfahrungen als E-Mail Marketer – so wird deine E-Mail-Kampagne direkt beim ersten Anlauf ein Erfolg! 

1. Personalisiere deine E-Mails

Ich kann es nicht oft genug sagen: Eine persönliche Mail ist eine gute Mail!

Personalisierte E-Mails senden

Es geht nichts über eine persönlich formulierte Mail.

Sende E-Mails mit einem eindeutigen Absendernamen und unterschreibe sie auch damit.

Deine Öffnungsrate und die Kundenbindung erhöhen sich dadurch enorm. 

Am besten schreibst du auch direkt den Namen deiner Empfänger in die Betreffzeile.

2. Halte deine Kampagne einfach

Manchmal ist weniger mehr. 

Du bist nicht der einzige Mensch, der E-Mail-Marketing betreibt. Stich also aus der Masse heraus.

Wie?

Versuche, dich kurz zu fassen. Je schneller du auf den Punkt kommst, desto stärker wirkt deine Message. 

Konzentriere dich also auf ein minimalistisches Design und kurze Texte. 

Beispiel einer minimalistischen E-Mail.

Weniger ist mehr – vor allem in E-Mails, die gelesen werden sollen.

3. Betreibe Re-Engagement-Kampagnen und Scrubbing

Erinnerst du dich daran, dass häufig nach Kontakt-Anzahl berechnet wird? Und dass du hohe Open Rates, Click-Through Rates und Conversion Rates willst?

Sehr gut. Optimiere beides, indem du sogenannte Re-Engagement-Kampagnen und Scrubbing machst.

Schicke bei Re-Engagement-Kampagnen extra Mails an die Kontakte, die schon lange nicht mehr mit deinen E-Mails interagiert haben. Darin motivierst du deine Kontakte, wieder mit dir zu ‘sprechen’.

Re-Engagement E-Mail

Erinnere deine Kontakte freundlich an dich mit einer Re-Engagement Mail.

Wenn auch die Re-Engagement-Kampagne nicht fruchtet, dann wird es Zeit, dass du deinen Kontakt aus deiner Liste schmeißt. Das heißt Scrubbing und bedeutet das ‘Säubern’ deiner Liste.

Zum einen bezahlst du so nicht mehr für einen Kontakt ohne ROI. Zum anderen interessiert sich dein Kontakt ohnehin nicht für deinen Newsletter.

Warum solltest du also deine Zeit darauf verwenden, ihn für desinteressierte Abonnenten zu optimieren?

4. Sende triggerbasierte E-Mails

Triggerbasierte Mails sind super leicht zu automatisieren und bringen dir schnell viel Umsatz.

Die Warenkorb-Erinnerungsmails sind zum Beispiel triggerbasierte Mails.

Warenkorb Erinnerungsmail

Du erfüllst eine Dienstleistung mit einer Erinnerungsmail zum vollen Warenkorb.

Frage dich: Wann gibt es bei mir Anlässe, eine Mail zu schicken?

Je besser der Triggerpoint, desto mehr Umsatz wirst du machen. Wenn du es richtig machst, wird diese Mail nämlich nicht als Werbung, sondern als Dienstleistung wahrgenommen!

Und dein Kunde wiederum ist durch diesen Mehrwert zufrieden. 

5. Schicke promotionsbasierte E-Mails

Setze regelmäßig auf Promotionen wie Gutscheine, Coupons oder Rabatte.

Füge diesen auch mal einen Dringlichkeitsaspekt hinzu. Wenn Rabatt-Codes in den nächsten 6 Stunden ablaufen, werden viele deiner Kunden diese Chance nutzen und direkt einkaufen.

6. Zeige Upsells und Downsells 

Hast du schon mal ein paar Tage, nachdem du bei Amazon bestellt hast, eine weitere Mail bekommen?

Zwischen einzelnen Käufen kann man hin und wieder eine Upselling Mail schicken.

Zwischen einzelnen Käufen kann man hin und wieder eine Upselling Mail schicken.

Dort findest du häufig sogenannte Upsells oder Downsells. 

Was kannst du dir darunter vorstellen?

Bernhard Meier hat bei dir ein Hundehalsband gekauft. Er wird also einen Hund haben. Ein paar Tage später schickst du Bernhard eine Mail mit Angeboten für Hundespielzeug.

Das wäre ein Upsell.

Nehmen wir an, Bernhard hat schon genügend Hundespielzeug oder es ist ihm zu teuer, deshalb kauft er auch kein Halsband. 

Dann schickst du Bernhard eine weitere Mail mit Angeboten zu Hundeleckerlis. Das kauft er. 

Jetzt spricht man von einem Downsell. 

7. Nutze Push Notifications 

Mittlerweile haben viele Browser die Option, dass Webseiten den Nutzern Push-Nachrichten schicken können.

Diese Möglichkeit kannst auch du nutzen.

Richtig eingesetzt (in Kombination mit einem Rabatt-Code z. B.) sorgen Push Notifications dafür, dass sich deine Website-Besucher in deinen Newsletter eintragen.

Push-Nachricht für Newsletter-Anmeldung.

Push-Nachricht für Newsletter-Anmeldung.

8. Kaufe niemals E-Mail-Adressen

Das ist ein absolutes No-Go! 

Der Kauf von E-Mail-Adressen ist datenschutzrechtlich verboten. Sende nie E-Mails an jemanden, der diesen nicht eindeutig per Double Opt-In zugestimmt hat. 

Außerdem bringt es dir auch nichts. Wieso solltest du E-Mails an Menschen schicken, die sich nicht einmal für dich interessieren?

Damit erreichst du lediglich, dass sich die Empfänger direkt wieder abmelden (Stichwort: Unsubscribe Rate).

9. Wähle Double Opt-In statt Single Opt-In

Beim Single Opt-In ist dein Kontakt direkt nach dem Abschicken des Anmeldeformulars in deiner Kontaktliste.

Im Double Opt-In-Verfahren müssen deine Abonnenten noch einmal in einer Mail bestätigen, dass sie sich anmelden möchten.

Zum einen wird der Double Opt-In rechtlich von dir verlangt. Zum anderen gehst du so sicher, dass dein neuer Kontakt auch wirklich deinen Newsletter erhalten will.

Das Double Opt-In-Verfahren noch einmal bildlich dargestellt.

10. Optimiere die Zustellbarkeit 

Das Wichtigste ist, dass deine Mail ankommt und geöffnet wird.

Reize den Spamfilter auf jeden Fall nicht! Verzichte auf ‘zu werbliche’ Formulierungen wie

  • dringend
  • gratis
  • Spielbank
  • sexy 

Auch bei Zeichen wie $$$ oder €€€ schrillen die Alarmglocken bei Spamfiltern. 

Gehe sicher, dass du wirklich nur an echte Opt-In-Kontakte Mails schickst. 

Und auch der Abmeldelink darf nicht fehlen! Das ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben.

Worauf wartest du noch?

Ich bin mir sicher: Du bist zu 100 % in der Lage, mit E-Mail-Marketing loszulegen. Gehe meine Anleitung Schritt für Schritt durch und:

Setze jetzt dein Wissen in die Tat um!

Abschließend habe ich dir eine Übersicht über die wichtigsten Punkte im E-Mail-Marketing erstellt. 

E-Mail-Marketing auf den Punkt gebracht.

E-Mail-Marketing auf den Punkt gebracht.

 

Drucke dir die Übersicht gerne aus und teile sie! So hast du immer vor Augen, wo du gerade in deinen E-Mail-Marketing-Kampagnen stehst.