Online Marketing

Performance Marketing: Der ultimative Ratgeber zum messbaren Marketingerfolg

25/03/2022

Performance Marketing ist ein wichtiger Bestandteil deiner Marketingmaßnahmen, wenn du dein Business erfolgreich aufbauen willst. Es gibt dir die Möglichkeit, dein Marketing messbar, sichtbar und optimierbar zu machen, damit du mit der Zeit immer zielgerichteter auf deine Kunden zugehen kannst. 

Performance Marketing Prozess

So geht Performance Marketing.

In diesem Artikel erwarten dich wichtige Tipps, was alles zum digitalen Performance Marketing dazugehört, wie du dir einen messbaren Marketingplan erstellst, welche Werbemittel dazu gehören und wie deine Marketingmaßnahmen abgerechnet werden können. 

Du kannst Performance Marketing anfangs selbstständig durchführen und wenn es gut läuft, auch mit einem Online Marketing Manager, einer Marketing Agentur oder einem Marketing Specialist zusammenarbeiten.

Was ist Performance Marketing?

Es gibt 3 Arten von Traffic (Website-Besucher):

  1. Traffic, den man selbst kontrolliert = Performance Marketing
  2. Traffic, den man nicht selbst kontrolliert = organischer Traffic, der beispielsweise über SEO oder Affiliate Marketing auf deine Webseite kommt.
  3. Traffic, den man besitzt: Besucher, die sich auf deiner Landing Page mit ihrer E-Mail-Adresse eingetragen haben und per E-Mail-Marketing jederzeit auf deine Webseite geholt werden können.

Performance Marketing, auf Deutsch auch Leistungs-Marketing genannt, sind messbare Marketingmaßnahmen, die durch die Anzahl der Klicks, Seitenaufrufe, Downloads, den Umsatz oder die Reichweite einer Aktion gemessen werden können. 

Diese Art des Marketings gibt direkten Aufschluss darüber, welche Leistung eine Maßnahme erbracht hat, wie diese optimiert werden kann oder ob andere Methoden höhere Erfolge erzielen. Es geht darum, Marketing sichtbar zu machen, damit es den Kundenbedürfnissen angepasst und verbessert werden kann. 

Außerdem trägt es dazu bei, dass du mit der Zeit deine Kunden immer besser kennenlernst, diese schneller zu Käufern werden, und du außerdem dein Marketing-Budget zielgerichtet einsetzt.  

Wenn du dich dafür interessierst, wie du organisch Besucher auf deine Webseite bringst, lies meinen Artikel: Trafficgenerierung: 24 Tipps für mehr Besucher auf deiner Webseite.

Performance Marketing im Beispiel

Wenn du die Performance deines Marketings nicht misst, kann schnell sehr viel Geld zum Fenster herausgeworfen werden. Ich habe anfangs viele Fehler gemacht, die ich dir heute ersparen möchte. 

Stell dir vor, du fährst auf gut Glück nach Frankreich: Du weißt weder, an welchen Ort du willst noch wie teuer die Unterkünfte sind oder wo du auf der Strecke etwas zu essen kaufen kannst.

Dadurch siehst du vielleicht viel von der Umgebung, verschwendest aber auch Zeit, Benzin und letztlich Geld mit der Suche nach der passenden und bezahlbaren Unterkunft, nach etwas zu essen und nach dem, was du eigentlich willst! 

Wenn du dir vorher einen Plan mit klaren Bedürfnissen und Zielen zurechtlegst wie z. B.: „Wie viel Geld will ich ausgeben, was will ich dafür erhalten, wie lange will ich bleiben?“, kommst du schneller, besser und ausgeruhter ans Ziel und freust dich über die sinnvoll eingesetzte Zeit für deinen Urlaub. Hier darf natürlich Spielraum für Unvorhergesehenes vorhanden sein, aber die Eckpfeiler sollten klar sein. 

Zielsetzung verbildlicht

Ziele helfen dir, erfolgreicher zu sein.

Digitale Performance messen durch die SMART Methode

Du fragst dich jetzt sicher: „Wie kann ich denn dieses Performance Marketing messen? Gibt es dafür Methoden oder Tools?“ Ja, die gibt es! 

Eine tolle Grundlage aus dem Marketing, die auch als Performance Marketingstrategie angewendet werden kann, ist die SMARTMethode:

S – Spezifisch

M – Messbar

A – Attraktiv

R – Realistisch

T – Terminiert

Spezifisches Marketing

Du nimmst dir klare Marketingziele vor wie z. B. 500 neue Follower auf Facebook in einem Monat. Ist das spezifisch? Ja. 

Messbares Marketing

Sind 500 neue Follower in einem Monat messbar? Ja, das sind sie. Du siehst ja, ob die Zahl steigt.

Attraktives Marketing

Ist das Marketingziel attraktiv? Das hängt davon ab, ob es für dich persönlich attraktiv ist! Hast du bis jetzt nur 100 Follower, dann ist die Neukundengewinnung durch 500 neue Follower in einem Monat durchaus attraktiv.

Vielleicht willst du deine Ziele aber auch höher stecken, und bei 1000 neuen Followern springt dein Herz erst so richtig in die Höhe! Entscheide selbst, welches Ziel dich aus der Komfortzone herausholt, jedoch auch realistisch ist. Damit kommen wir zum nächsten Punkt. 

Realistisches Performance Marketing

Für die Erfolgsmessung muss dein Ziel realistisch sein. Bei unserem Beispiel kommt es darauf an, wie dein Follower-Wachstum bisher war und was du dafür tun möchtest, um neue Follower zu gewinnen. 

Wenn du bis jetzt durch Content Marketing nur 50 neue Follower im Monat erreicht hast, nun aber plötzlich auf 10.000 Follower in einem Monat springen willst, dann ist das natürlich unrealistisch. Realistischer wäre es, von 50 auf 100, von 100 auf 200, und von 200 auf 400 Follower zu wachsen. 

Terminiertes digitales Performance Marketing

Ist deine Aktion terminiert? Ja, wenn du dich für eine bestimmte Länge und für klare Ziele einer Aktion (100 Follower in einem Monat) entscheidest. 

Bestimme also, wie lange deine Marketingmaßnahme laufen soll. Danach kannst du entscheiden, ob du mit derselben Methode weitermachst, die Kommunikation verbesserst, Details im Rahmen der Aktion optimierst oder dich für eine andere Marketingmethode entscheidest, um deine Ziele zu erreichen.

Die SMART-Methode in Kurzfassung

Schreibe anfangs auf einen Zettel oder in ein Dokument auf dem Computer, wie lange deine Aktion laufen soll (Zeitraum), was du genau durchführen möchtest (die Marketingaktion, um z. B. mehr Follower zu gewinnen), was dein Ziel ist (wie viele neue Follower) und wie viel du dafür ausgeben möchtest: Geld, Zeit, Content generieren etc. 

Du musst nicht immer bezahlen, auch wenn das beim Performance Marketing normalerweise eine große Rolle spielt. Regelmäßiges Posten auf Instagram und Facebook, Videos auf YouTube, ein Gewinnspiel o. ä. sind ebenfalls messbar und spezifisch, ohne dafür extra Kosten aufzuwenden.

Was sind die wichtigsten Performance Marketing Tools?

Zu den wichtigsten Tools im Performance Marketing gehören Social Media Marketing, Suchmaschinenmarketing, Display Advertising, Video Marketing und PPC (Pay-per-Click/Bezahlung pro Klick). 

Wir schauen uns das mal genauer an.

Social Media Marketing

Zum Social Media Marketing gehören alle Aktionen auf Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube oder ähnlichen Kanälen. Sie helfen dir dabei, deine Followerzahl wachsen zu lassen, indem du Interessenten dort ansprichst, wo sie am meisten Zeit verbringen. Du kannst hier Gewinnspiele, Hinter-den-Kulissen-Videos, gesponserte Posts u.v.m. teilen, um Kunden zu erreichen.

Social Media Marketing ist äußerst einfach zu messen, da du die Anzahl der Likes auf jedem Post siehst und mit kostenlosen Statistik-Tools der Plattformen direkte Einsicht in Seitenbesuche, Klicks und Shares erhältst.

Hinzu kommen Werbeaktionen, die du direkt auf der Plattform laufen lassen kannst, wofür oftmals nur ein kleines Budget notwendig ist (ab 1-2 Euro am Tag). 

Auf Social Media-Plattformen kannst du selbst Werbeanzeigen einstellen.

Dies bezeichnet man als Social Media Advertising. Du kannst also Anzeigen bei Facebook, Instagram, Linkedin oder Twitter schalten, um deine Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. 

Search Engine Advertising (SEA)

Jede große Firma setzt auf die Optimierung ihrer Webseite durch entsprechende Keywords (die das Ranking auf Google verbessern), gezielte Content-Erstellung sowie auf Anzeigen, die in den Suchmaschinen auf der ersten Seite erscheinen. 

SEA steht für Suchmaschinenwerbung

SEA steht für Werbung auf den Seiten der Suchmaschinen.

Zur Disziplin Performance Marketing gehört im Feld Suchmaschinenmarketing allerdings nur SEA.

SEA, auf Deutsch Suchmaschinenwerbung, bezeichnet die gezielte Platzierung von Werbeanzeigen in den Suchmaschinen. Das sind die Werbeanzeigen (Google Ads), die dir vor allem oben über den ersten Suchergebnissen bei Google angezeigt werden.

So sah eine Werbeanzeige aus, die ich bei Google geschaltet habe.

So sah eine Werbeanzeige aus, die ich bei Google geschaltet habe.

Du musst übrigens kein Großunternehmen sein, um diese Google Ads zu schalten. Tatsächlich kann sie jeder für das eigene Business selbstständig buchen.

Display Marketing/Display Advertising (Bannerwerbung)

Zu Display Marketing gehören Banner, die du auf diversen Webseiten sehen kannst. Oft werden diese Banner passend zur vorherigen Produktsuche oder der vorherigen Eingabe des Nutzers in Google angezeigt, sodass die Werbung exakt zu ihm passt. 

Video Marketing

Zu Video Marketing gehören alle Kanäle wie YouTube oder Vimeo, aber auch Werbevideos, die z. B. auf der Webseite eines Onlineshops geschaltet werden. Video-Werbung erhöht die Chancen auf einen Verkauf um ganze 80 %, d. h. Videos sollten unbedingt zu deiner Content Marketingstrategie dazu gehören. 

PPC (Pay-per-Click)

PPC nennt sich Bezahlen pro Klick (auf Deutsch) und bezieht sich auf Anzeigen, die z. B. auf Google Ads oder Bing Ads geschaltet werden, bei denen der Werbetreibende nur pro Klick bezahlt, nicht für die Anzeige an sich.

Deine Anzeige wird passend zu einem Suchbegriff geschaltet und du zahlst einen bestimmten Betrag pro Klick, den du vorher selbst festlegen kannst. 

Der Vorteil dieser Art des Performance Marketings ist, dass du siehst, wie viele Personen auf deine Anzeige geklickt haben und nur das bezahlst, was auch eine Konversion erzielt hat (also den Klick/Besuch deiner Webseite/deines Shops etc.).

Auch Display Ads, Anzeigen in den sozialen Medien und Video Ads werden häufig pro Klick abgerechnet.

4 wichtige Schritte des Performance Marketings

Um dein Performance Marketing erfolgreich umzusetzen, solltest du dich an diesen vier Schritten orientieren. 

  • Zieldefinition
  • Marketing
  • Kontrolle
  • Optimierung

Was genau bedeutet das nun? Zur Definition Performance Marketing gehört, deine Marketing-Bemühungen sichtbar, messbar und optimierbar zu machen, damit die „Leistung“ mit der Zeit verbessert werden kann.

1. Klare Zieldefinition fürs Performance Marketing

Setze dir also zuerst ein klares Ziel, was du genau erreichen möchtest und in welchem Zeitraum. 100 neue Webseiten-Besucher? 10 neue Käufer deiner Produkte? 50 neuer Follower in einer Woche? 30 Downloads deines kostenlosen E-Books? All das ist Teil deiner Zieldefinition und messbar. 

Facebook hilft dir bei der Festlegung deiner Ziele, indem du sie direkt im Anzeigenmanager definieren kannst.

2. Marketingstrategie des Performance Marketings

Zum zweiten Punkt, Marketing, gehört deine Marketingaktion. Nutzt du Performance Advertising (also Werbung) für deine Aktion, wie z. B. ein gesponserter Post auf Instagram, um auf dich aufmerksam zu machen? Oder soll es eines der (auch) kostenfreien Tools sein, wie z. B. Videos auf YouTube veröffentlichen, dein SEO durch spezielle Keywords verbessern, oder mit E-Mail-Marketing mehr Menschen zu erreichen? 

3. Kontrolle der Ergebnisse im Performance Marketing

Bei der Kontrolle geht es um die Messbarkeit der Ziele, auch KPIs genannt (Key Performance Indicators). Hier schaust du genau, was funktioniert hat und was nicht. Wenn du z. B. eine Pay-per-Click-Werbung auf Google Ads geschaltet hat, die 50 neue Besucher auf deine Seite bringen soll, allerdings nur 5 Personen erreicht hat, dann kann die Aktion definitiv verbessert werden. 

Wenn du täglich auf Instagram postest, um in einem Monat 1000 neue Follower zu gewinnen, allerdings nur 100 Besucher erreichst, dann könntest du zum Beispiel die Posts verbessern. Du könntest allerdings auch das Format mit mehr Storys und Videos abwechseln. Oder du sprichst deine Zielgruppe noch gar nicht richtig an, weil du erst einmal deinen Kunden-Avatar definieren willst, also deinen Wunschkunden, um diesem letztlich alles das bieten zu können, was ihn tatsächlich interessiert. 

4. Optimierung des digitalen Performance Marketings

Der letzte Punkt bringt uns direkt zur Optimierung. Durch die Statistiken der Klicks, die Zahl der Besucher, und die Anzahl der Verkäufe oder Downloads hast du klare Fakten in der Hand, die dir zeigen, ob du deine Marketingstrategie so weiter verfolgen willst, oder etwas ändern musst. 

Optimieren heißt verbessern. Du kannst z. B. den Text der Werbeanzeige oder deiner Instagram-Texte verändern. Lies dir dazu am besten Vorschläge durch, was gute Werbetexte beinhalten sollten! Oder du verbesserst die Videos, die du auf YouTube hochlädst. 

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können. Studien zeigen z. B., dass die Verbesserung des Titels deiner Blogbeiträge zu bis zu 80 % höheren Besucherzahlen deiner Webseite führen können. Auch das ist Teil des Performance Marketings!

Was sind KPIs im Performance Marketing?

Der Begriff Key Performance Indicators (KPIs) wird in allen Bereichen eines Business und im Sales (Verkauf) verwendet. Übersetzt heißt das so viel wie „Anzeichen für die Leistung“ einer Marketingmaßnahme bzw. Schlüsselziele, die unbedingt erreicht werden sollten. 

Entsprechend dieser Ziele können die Marketingmaßnahmen angepasst werden. Werden KPIs nicht erreicht, kannst du analysieren, was stattdessen getan werden sollte, um deine Ziele durch eine optimale Strategie zu erreichen. 

Zu den KPIs im Performance Marketing gehören u. a.:

  • Bekanntheit der Marke (Reichweite)
  • Follower auf Social Media
  • Kosten pro Werbeaktion, die zum Kauf führen
  • Vermehrt positive Kundenstimmen über das Unternehmen
  • Umsatz pro Jahr
  • Verkäufe pro Monat
  • Downloads pro Freebie
  • Zahl der Klicks auf einen Link in einer E-Mail
  • Tester für ein neues Produkt
  • Teilnehmer an einem Online-Workshop
  • Verkäufe von einem Buch

Wenn du dir z. B. vornimmst, den Bekanntheitsgrad deiner Marke zu steigern, damit viele Kunden dich weiterempfehlen, Magazine und Blogs über dich schreiben und du als Experte auf deinem Gebiet angesehen wirst, kannst du dafür unterschiedliche Marketingtechniken kombinieren. 

Angefangen mit Content Marketing, wofür du regelmäßig auf deinem Blog schreibst, über Social Media Marketing bis hin zu einem Podcast. Auch Anzeigen auf Google sind äußerst hilfreich, um eine große Reichweite zu erzielen, damit deine potenziellen Kunden dich schneller finden. 

Du kannst z. B. auch ein Gewinnspiel für die kostenlose Teilnahme an einem deiner Kurse erstellen und befreundete Unternehmer fragen, ob sie auf dich verweisen.

Wenn du diese Online Marketingstrategie durchgehend über mehrere Monate verfolgst, steigt dein Bekanntheitsgrad automatisch und du solltest mit deinem Unternehmen immer mehr Sichtbarkeit erlangen. Wichtig ist, dass du dranbleibst und immer wieder analysierst, was funktioniert, also auf was deine Interessenten am meisten reagieren. Und dann bietest du ihnen mehr davon.

Performance Marketing: Abrechnungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Performance Marketing abgerechnet wird. Diese stelle ich dir nun vor. 

Cost-per-Click (CPC)

CPC bedeutet, wie viel du für einen Klick auf einen Link in einer Werbeanzeige zahlen musst. Das hängt von der Anzahl der Wettbewerber und dem Suchvolumen ab. 

Wenn viele Unternehmen aus deinem Bereich etwas Ähnliches anbieten, können die Kosten pro Klick sehr hoch sein. Gibt es wenige Wettbewerber, weil du etwas sehr Spezielles vertreibst, dann sind die Kosten pro Klick natürlich niedriger. 

Letztlich bedeutet Kosten pro Klick, wie viel du für jeden Klick auf deine Werbeanzeige zahlst. Im Idealfall solltest du das, was du für die Klicks bezahlst, 2-fach durch Verkäufe wieder zurückbekommen. 

Aber dazu erzähle ich dir später im Artikel mehr aus meiner persönlichen Erfahrung …

Cost-per-Action (CPA)

CPA, also die Kosten pro Aktion, werden wie folgt berechnet: Werbebudget dividiert durch die Zahl der Aktionen (Verkäufe, gesammelte E-Mail-Adressen, Downloads o. ä.) gleich Kosten pro Aktion.

Liegt das Budget z. B. bei 200 Euro für die Werbeanzeige, und es wird 20 Mal darauf geklickt sowie etwas gekauft, dann sind die Kosten pro Aktion 10 Euo pro Aktion bzw. Verkauf. Wenn der Verkaufspreis für das Produkt z. B. 100 Euro beträgt, dann sind die Werbekosten also 10 % davon. 

Cost-per-Lead (CPL)

Als CPL (auf Deutsch: Kosten pro hochwertigem Kundenkontakt) werden Marketingaktionen bezeichnet, in denen hochwertige Kundendaten ausgewählt und vorqualifiziert werden. Es geht hier nicht direkt um den Verkauf, sondern darum, passenden Kunden in den Kundenpool zu schleusen und ihnen in den folgenden Schritten Produkte zu verkaufen. 

Das kann z. B. jemand sein, der sich dein Freebie herunterlädt, sich in deinen Newsletter einträgt oder sein Interesse an einem zukünftigen Launch von einem Produkt bekundet. 

Cost-per-Sale (CPS)

Bei CPS geht es darum, zu analysieren, wie viel Geld pro Werbeanzeige für jeden Verkauf ausgegeben wurde. Wenn das Marketingbudget für Google Ads 200 Euro betrug, und dadurch 200 Verkäufe getätigt wurden, liegt der Cost per Sale bei 1 Euro. 

Es ist wichtig, hier zwischen Kostenmessung/ROI (Return on Investment, Gewinn nach der Investition) und Reichweitenmessung/-abrechnung zu unterscheiden. 

Vor- und Nachteile von Digitalem Performance Marketing

Performance Marketing basiert auf Leistung. Diese kann nur gemessen werden, wenn Daten analysiert werden, Prozesse optimiert und Zahlen aktualisiert.

Das kann sowohl Vorteile mit sich bringen als auch Nachteile. Zu den Vorteilen zählt: Marketingmaßnahmen sichtbar und messbar zu machen. Nachteilig wäre, ständig die angewendeten Methoden zu beobachten. Ganz automatisch läuft es leider nicht im digitalen Performance Marketing.

Aber mal ehrlich: Diesen „Nachteil“ nimmst du doch gerne in Kauf, oder?

Was ist eine gelungene Performance Marketingstrategie?

Eine gelungene Performance Marketingstrategie erreicht die gesetzten Performance Marketing KPIs (deine wichtigsten Ziele und Zahlen), bleibt im Budget und ist erfolgreich. Dazu stelle ich dir jetzt mehrere Beispiele zum Veranschaulichen vor.

Beispiel 1: Canva Design-Plattform

canva webseite

Canva bietet einen hohen Mehrwert.

Canva ist die weltweit größte Plattform, um kostenlos Online-Grafiken und Designs zu erstellen, egal ob als Laie oder als Profi. Canvas Ziel bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 2013 war: „Menschen durch Design in ihre Kraft zu bringen“. Mit über 60 Millionen weltweiten Nutzern in über 190 Ländern heute, hat sich dieser KPI ausgezahlt. 

Ein weiterer Grundsatz der Firma ist, basierend auf ihren Werten, „eins der wertvollsten Unternehmen der Welt zu werden und unser Bestes zu geben“. 

Wie kann das gemessen werden? Canva wird heute auf einen Wert von 40 Billionen USD geschätzt. Um ihrem Motto treu zu bleiben, hat sich die Firma dazu entschieden, 1 % ihres Profits, 1 % ihrer Investitionen, 1 % der Zeit des Teams und 1 % von ihren Produkten als Kraft des Guten weiterzugeben. Außerdem hat sich Canva verpflichtet, für jeden Druckauftrag einen Baum zu pflanzen. Im Herbst 2021 waren es schon 2 Millionen.

Beispiel 2: Said Shiripour – Online Marketing

Ohne Performance Marketing stünde ich heute nicht da, wo ich bin. Tatsächlich war es nämlich der absolute Game Changer für mich!

Als ich mein erstes Produkt – das Evergreen System – aufgebaut habe, hatte ich nur sehr wenig Geld.

evergreen system

Das Evergreen System war mein erstes Produkt.

Ich habe den kompletten Videokurs mit einer Billigkamera für 19 Euro aufgenommen und trotzdem wurde das Evergreen System zum meistverkauften Produkt auf dem Marktplatz Digistore24 für ein ganzes Jahr und brachte mir insgesamt 3,7 Millionen Euro Umsatz.

Diesen Erfolg konnte ich nur erzielen, weil ich Performance Marketing eingesetzt habe.

Angefangen habe ich mit Display Ads. Ich habe diese damals bei Ligatus gebucht (mittlerweile von Outbrain übernommen), einem Anbieter, der die Anzeigen auf verschiedenen großen Webseiten ausspielt. 

Bezahlt wurde per Klick nach einem Gebotssystem. Das heißt, wer bereit war, pro Klick den höchsten Betrag zu zahlen, dessen Werbung wurde auf Seiten wie focus.de angezeigt.

Ich hatte damals noch kein großes Budget und dennoch gelang es mir, mich gegen Anzeigen der Daimler AG durchzusetzen, die natürlich ein riesiges Werbebudget hatte.

Wie konnte ich aber gegen Daimler gewinnen?

Ich erkannte: Sie hatten nur eine gewisse Anzahl an Klicks gebucht. Für Daimler war es also mehr Branding als Performance Marketing.

Ich hingegen konnte im Prinzip unbegrenzt viele Klicks kaufen. Hauptsache, ich nahm pro Klick mindestens genauso viel ein wie ich ausgegeben hatte – oder mehr.

Und exakt das ist auch das Ziel von Performance Marketing!

Wenn man nur genau das gleiche rausbekommt, was man investiert hat, würden natürlich die meisten sagen: Naja, du hast keinen Profit gemacht.

Das ist zwar richtig. Aber du hast kostenlos einen Kunden generiert, der nun in deiner E-Mail-Liste ist und später weitere Produkte von dir kaufen kann.

Somit hat man später (fast) keine weiteren Kosten mehr, um den Kunden zu gewinnen. Er ist ja bereits in deiner Liste. Ihn dann per E-Mail-Marketing immer wieder zu erreichen und vom Kauf weiterer Produkte zu überzeugen, ist sehr günstig.

Das Schöne beim Performance Marketing ist: Du kannst am Anfang geringe Beträge investieren, wie beispielsweise 30 Euro. Dann schaust du, was passiert: Wie viele Besucher kommen auf deine Seite? Wie viele Besucher tragen sich dort mit ihrer E-Mail-Adresse ein? Wie viele kaufen das Produkt?

Du kannst alles analysieren und auswerten und deine Taktik immer weiter verfeinern, damit du profitabler wirst. Dann steigerst du deine Investitionen und investierst beispielsweise 100 Euro oder 200 Euro und so weiter. 

Somit verbrennst du nicht viel Geld, sondern steigerst dich langsam. Die wichtigen Kennzahlen (KPI) habe ich dir in diesem Artikel im Abschnitt „Was sind Performance Marketing KPIs?“ aufgelistet. Wenn du diese auswertest und entsprechend handelst, steigen deine Gewinne immer weiter. 

Kurz zusammengefasst: Das Ziel von Performance Marketing ist es, 1 Euro zu investieren und dafür mindestens 1 Euro wieder rauszubekommen. Im besten Fall natürlich 2 Euro. 

In guten Tagen gelang es mir beim Evergreen System, für jeden investierten Euro 2,30 Euro bis über 2,90 Euro rauszubekommen. 

Mein Produkt kostete damals 49 Euro. Der erste Upsell kostete 199 Euro. Der zweite Upsell kostete 299 Euro.

upsell produkte

Durch Upsells wurde meine Kampagne profitabel.

Die Konversionsrate auf der ersten Seite betrug in etwa 1 %. Upsell 1 konvertierte mit etwa 35 % und Upsell 2 konvertierte mit etwa 24 %.

Bei Kosten von etwa 0,65 Euro pro Klick sah das ganze dann so aus:

  • 100 Besucher haben mir einen Verkauf gebracht. Also musste ich 65 Euro (100 x 0,65 Euro) ausgeben, um 49 Euro einzunehmen. Macht einen Verlust von 16 Euro pro Verkauf des Evergreen Systems. Das hört sich erstmal nicht so toll an, oder?
  • Durch die Upsells wurde es dann aber schnell profitabel: Von 100 Käufern des Evergreen Systems haben ja 35 % Upsell 1 und immerhin noch 24 % Upsell 2 gekauft. In absoluten Zahlen sah es dann so aus:
  • Pro 100 Käufer des Evergreen Systems (100 x -16 Euro = 1.600 Euro minus) haben zusätzlich 35 Upsell 1 für 199 Euro und 24 Upsell 2 für 299 Euro gekauft. 
  • Das sind zusätzliche 14.141 Euro Einnahmen (35 x 199 Euro + 24 x 299 Euro). Zieht man nun die 1.600 Euro ab, die ich im ersten Schritt minus gemacht hatte, bleibt ein Gewinn von 12.541 Euro über.

Ausgaben:

  • 10.000 Klicks = 6.500 Euro Ausgaben (0,65 Euro pro Klick)

Einnahmen:

  • 100 Verkäufe Evergreensystem = 4.900 Euro (100 x 49 Euro)
  • 35 Verkäufe Upsell 1 = 6.965 Euro (35 x 199 Euro)
  • 24 Verkäufe Upsell 2 = 7.176 Euro (24 x 299 Euro)
  • = 19.041 Euro Einnahmen

19.041 Euro Einnahmen minus 6.500 Euro Ausgaben = 12.541 Euro Gewinn.

Somit habe ich pro ausgegebenem Euro = 2,92 Euro reingeholt und konnte so immer mehr Klicks buchen.

Super, oder?

Und genau so kannst du auch vorgehen!

Zusätzlich habe ich das ganze Prozedere automatisiert: Meine Einnahmen habe ich über Digistore24 per Paypal erhalten. Gleichzeitig habe ich meine Display Anzeigen mit Paypal bezahlt. 

Wenn du einen Automaten hast, in den du 1 Euro rein wirfst und mehr als 2 Euro rausbekommst – wie oft machst du es? Natürlich so oft wie möglich!

Und deshalb konnte ich pro Klick mehr ausgeben als der Riesenkonzern Daimler.

Das zeigt: Jeder kann mit Performance Marketing erfolgreich sein! Im Kampf David gegen Goliath hat ja schließlich auch David gewonnen.

Beispiel 3: Branding Agentur aus Asien

Eine Branding Agentur aus Asien hatte die Strategie, durch Social Media Marketing auf Instagram kostenlose Logo Designs zu promoten. Sie stellte dafür einen Designer aus Indonesien für 350 USD im Monat an, der die Logos für alle teilnehmenden Firmen entwarf.

Die Aktion brachte der Firma um die 10.000 neue Follower und gab ihnen so viel Reichweite, dass sie dadurch sofort 4 Jahreskunden akquirierten, die den Umsatz für das gesamte Jahr abdeckten. 

Hier waren die KPIs, Follower auf Instagram im 5-stelligen Bereich zu gewinnen sowie Verträge mit mindestens 3 großen Neukunden abzuschließen, um den Gewinn des gesamten Jahres durch diese 1-Monats-Aktion zu sichern.

Fazit

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dir Performance Marketing zunutze zu machen. Es gibt dir Aufschluss darüber, welche Strategien funktionieren, was du optimieren kannst und wie du Marketing gezielt in deinem Business einsetzt. Fang erst einmal klein an, schaue, was für dich funktioniert und steigere dich dann langsam.